Der Privatdruck erzählt Ihre Geschichte. Recherchiert und geschrieben von einem Profi, der das Handwerk, beispielsweise den Perspektivwechsel von Nähe und Abstand beherrscht. Anschauliches, authentisches, detailgetreues, lebendiges Erzählen verlangt Nähe. Zugleich braucht es Abstand, nämlich Überblick und das Gespür, was den Leser Ihres Buches interessiert. Nicht jede Anekdote, die zunächst unverzichtbar erscheint, ist für die Geschichte wichtig.

Das Ergebnis ist ein Buch, das Sie konzipieren, schreiben, gestalten und drucken ließen. Dessen Format, Papier, Austattung und Einband Sie ausgesucht haben.

Im Lauf der Jahre habe ich ein Netzwerk vertrauenswürdiger Kollegen aufgebaut, die zuverlässig und termintreu arbeiten. Als Auftraggeber bekommen Sie von der Konzeption bis zum Druck alles aus einer Hand: beraten von mir, unterstützt von Fotografen, Korrektorat, Bildbeschaffung, Layout und Druck.

Ihr Buch ist allein jenen, die es von Ihnen bei einem besonderen Anlaß bekommen, zugänglich. Für die Beschränkung auf den handverlesen kleinen Kreis gibt es verschiedene Gründe. Sei es, dass Ihr Thema zu speziell für ein größeres Publikum und damit den Buchhandel ist. Oder es ist zu persönlich und daher nur für die Familie, Freunde, Geschäftspartner oder Ihre Kinder gedacht. Sie möchten einer Begebenheit, einer Episode Ihres Lebens, einer Reise, vielleicht Ihrem Haus oder Ihrer Yacht ein Denkmal setzen? In England und den Staaten hat der Privatdruck als gelassen erzählte, bleibende Erinnerung eine lange Tradition.

SANTA CECILIA – Eine Art Glück

Das restaurierte Boot im Spätsommer 2016

Das restaurierte Boot im Spätsommer 2016

2016 entstand eine 96-seitige Monografie über eine klassische Knud Reimers Mahagoni Motoryacht von 1938. Sie lädt Freunde der Eignerfamilie zur Begegnung mit einem ungewöhnlichen Boot ein, der Santa Cecilia. Dazu blättert sie ein besonderes Kapitel nautischer Kultur auf: von den Commuter-Yachten in New Yorker Gewässern und der Karriere eines charakterstarken Konstrukteurs Ende der Dreißigerjahre in Schweden. Das Buch schildert den Kurs des Bootes durch das 20. Jahrhundert.

Blick in den Salon

Blick in den Salon

Eindringliche Schwarz-Weiß-Fotos zeigen den Charme des historischen 35 Fots Salongsbåt. Sie dokumentieren den enormen, im Detail liebevollen Aufwand, das handwerkliche Können und manche unerwartete Entdeckung bei der Instandsetzung. Das Buch erzählt, wie sechs Tonnen Honduras-Mahagoni über Spanten aus Esche und Stahl einem ans Herz wachsen können, wie sie Teil eines beglückenden amphibischen Lebens an und auf der Elbe werden.

12 mR Segelyacht HETI

Erdmann Braschos: 12 mR Segelyacht Heti

Erdmann Braschos: 12 mR Segelyacht Heti

In einer Reklame für eine noble Uhr heißt es, ihr Besitzer erfreue sich zwar an ihrem Gebrauch, doch im Grunde bewahre er sie für die nächste Generation auf. Nun läßt sich eine Armbanduhr mal eine Weile in der Schublade vergessen. Mit einer 23 Meter langen Rennyacht aus Mahagoni über Stahlspanten geht das nicht.

Die ließ der Lübecker Holzhändler Hermann Eschenburg 1912 zum sommerlichen Zeitvertreib auftakeln. Im Buch skizziere ich das Milieu der prosperierenden Kaufmannsfamilie, wie es Thomas Mann in den Buddenbrooks angeregt auch von den Eschenburgs beschrieb, bis hin zum Wunder, dass es die Heti nach dem von Kriegen und Krisen geprägten Zwanzigsten Jahrhundert überhaupt noch gibt. Die Yacht hatte sieben Namen und acht Eigner, als Sie vor einer Weile für zwölf Hamburger Liebhaber instand gesetzt wurde.

Geschichte der Heti

Geschichte der Heti

Heute freuen sich Segler und Zuschauer gleichermaßen am Charme der Antiquität. Es ist ein Fest, wenn der segelnde Anachronismus raumschots mit seiner köstlich umständlichen Takelage  das beinahe vergessene Segelfestspiel aus Eschenburgs Zeiten aufführt. Doch im Grunde bewahren die Stiftung Hamburg Maritim als neunter Heti-Eigner und die zwölf vernünftigen Freunde der Segelyacht HETI e.V. das Eschenburgsche Segelfestspiel bloß für die nächste Generation auf.

Braschos Heti Buch Seite 24

Braschos Heti Buch Seite 24

Das Buch wurde anhand meines Konzepts in Abstimmung mit Philipp Schilling, dem Vorsitzenden des Betreibervereins der Yacht, im Lauf einiger Monate von mir recherchiert und geschrieben. Der Reiz der Aufgabe bestand im Entfalten des geschichtlichen Panoramas, bestehend aus der Familiengeschichte, der berühmten Bootsklasse, ihres namhaften Konstrukteurs, der Hamburger Werft und der Stationen des Bootes in den Händen wechselnder Eigner. Eine Herausforderung war auch die allgemein verständliche Beschreibung des Spannungsfelds von Restaurierung (Wiederherstellung) und notwendigen Zugeständnissen an den heutigen Betrieb (Modernisierung). Die Bildbeschaffung, Layout und Druck übernahmen der Verein dann selbst. Anläßlich des 100. Geburtstags der Heti erschien das 75-seitige Buch im Mai 2012.